Gesprächsrunde: Wie kann „Gesund im Alter“ als übergeordnetes Ziel der Bundesrahmenempfehlungen erfolgreich umgesetzt werden?

Gesprächsrunde mit: Jörg Heinel, SVLFG; Marcus Schneider, GKV-Spitzenverband; Stephan Riedl, PKV-Verband; Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Universität Heidelberg

In der Gesprächsrunde zur Umsetzung des Ziels „Gesund im Alter“ als Bestandteil der Bundesrahmenempfehlung betonten die Teilnehmenden der stimmberechtigten NPK-Mitglieder vertreten durch Jörg Heinel, SVLFG; Stephan Riedl, PKV-Verband; Marcus Schneider, GKV-Spitzenverband und Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Universität Heidelberg unter der Moderation von Dr. Julia Kropf die gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle kommunaler Strukturen. Jörg Heinel hob hervor: „Gesundheit ist gesamtgesellschaftliches Humankapital – privilegierte Schichten dürfen nicht allein davon profitieren.“ Er forderte, soziale Ungleichheiten in der Gesundheitsvorsorge zu verringern. Stephan Riedl unterstrich die Bedeutung von Ressourcenorientierung: „Wir haben immer Ressourcen – auch bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit.“ Er plädierte dafür, Kommunen und Organisationen dabei zu unterstützen, Rahmenbedingungen für gesundes Altern zu schaffen. Marcus Schneider forderte mehr „Kommunikation und Kooperation“, um die Lebenswelten älterer Menschen besser zu erreichen. Außerdem müsse vor allem die „Kommune als Dachsetting Koordinationsfunktionen übernehmen“. Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse plädierte engagiert für ein Fach „Gesundheit“ in Schulen und eine „Kommunalisierungsstrategie“, die Generationen verbindet: „Wenn ältere Menschen das Gefühl haben, gebraucht zu werden, bleibt das Alter eine Entdeckungsreise.“