Die Fishbowl fokussierte sich auf die Frage, wie die Prävention von psychischer Belastung in die Umsetzung gebracht werden kann. Dabei wurde eine stärkere Einflussnahme auf übergreifende Entwicklungen gewünscht, etwa in den Bereichen Arbeitszeit, Digitalisierung, Einsamkeit oder Frauengesundheit.
Ein roter Faden der Diskussion war die Lücke zwischen Wissen und Handeln: Es gibt viele Konzepte, Leitfäden und Angebote, dennoch bestehen Verbesserungspotentiale in Bezug auf Sichtbarkeit, Vernetzung und Verbindlichkeit. Deutlich wurde auch die Bedeutung von Mitbestimmung, beispielsweise durch Betriebs- und Personalräte, Gewerkschaften sowie Haus- und Betriebsärztinnen und -ärzten als Brücken zwischen Praxis und Versorgung.
Mehrfach wurde gefordert, Prävention früher, niedrigschwelliger und lebensnaher anzusetzen, etwa durch Gesundheitsbildung bereits in der Schule und Ausbildung, mehr Medienkompetenz und konkrete Unterstützung im Betrieb. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit psychische Belastung zu enttabuisieren. Insgesamt wurde deutlich, dass Prävention als gemeinsame Aufgabe verstanden wird. Sie solle Menschen in allen Lebensphasen erreichen und verschiedene Settings, Sektoren und Lebensphasen umfassen.

