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Gesamtgesellschaftliches Zusammenwirken

Gesamtgesellschaftliches Zusammenwirken

Der Schutz vor Krankheiten und Unfällen und die Förderung von Gesundheit, Sicherheit und gesellschaftlicher Teilhabe in Lebenswelten bilden gesamtgesellschaftliche Aufgaben mit vielen Verantwortlichen. Dabei sind die Gestaltung gesundheitsförderlicher Bedingungen und der Aufbau von Gesundheitskompetenz besonders bedeutsam.

Wesentliche Ansatzpunkte für eine präventive, gesundheits-, sicherheits- und teilhabeförderliche Gestaltung von Lebenswelten sind:

  • regulative Eingriffe (z. B. Rauchverbote zum Schutz von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern),
  • eine die Gesundheit fördernde Infrastruktur (z. B. für Erholung, Sport und ausgewogene Ernährung),
  • Berücksichtigung gesundheitlicher Belange durch die Verantwortlichen für die jeweiligen Lebenswelten (z. B. in Lehr- und Bildungsplänen) sowie
  • gesundheitliche Aufklärung.

Das erfordert die Bereitschaft zu ressort- und sozialversicherungszweigübergreifendem Handeln. Auch die Bereitschaft, effektive und aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu implementieren bzw. bestehende effektive Maßnahmen miteinander zu verzahnen, muss vorhanden sein.

„Die Mitglieder der NPK bekennen sich zu Gesundheitsförderung und Prävention als gesamtgesellschaftliche Querschnittsaufgaben, die von allen politischen Ressorts auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene und den jeweiligen spezifischen Leistungen der Sozialversicherungsträger getragen und von einem breiten bürgerschaftlichen Engagement unterstützt werden.“ (Bundesrahmenempfehlungen, S. 35)

Um zu veranschaulichen, wie ein gesamtgesellschaftliches Zusammenwirken bei der Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie aussehen kann, enthalten die Bundesrahmenempfehlungen zwei Anwendungsbeispiele. Die beiden Beispiele können für alle drei Zielbereiche der NPK – „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“, „Gesund im Alter“ – genutzt werden.